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Der Siegeszug des Zuckers |
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Es dauerte eine lange Zeit bis der Zucker in das Leben der Menschen in Europa trat. Der süsse Geschmack war den Menschen aus der Antike nur durch den Honig bekannt. Mit seine Hilfe konnten sie Früchte haltbar machen und somit ihre Vorräte aufbessern. 6000 v. Chr. kannte man das Zuckerrohr in Ostasien und ab 600 v. Chr. verbreitet es sich von dort aus nach Indien und Persien. Die Perser entwickeln daraufhin eine Methode der Zuckergewinnung bei der am Schluss ein Zuckerhut übrig bleibt. Durch die Feldzüge Alexanders des Großen (356 - 323 v. Chr.)wurde das Zuckerrohr im Tal des Indus entdeckt und damit den Griechen bekannt. Durch die Verbreitung des Islam gelangt das Zuckerrohr erst nach Nordafrika und von da schließlich im 8.Jhd nach Sizilien und Andalusien. Dem Rest Europas, dem christlichen Europa war der Zucker da noch fast unbekannt. |
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Erst durch die Kreuzzüge ab dem 12.Jahrhundert zur Eroberung des Heiligen Landes lernte man das Zuckerrohr in Tripolis kennen und von da an hielt der Zucker Einzug in Mitteleuropa und vollführte dort ab dem 14.Jhd in der Renaissance seinen Sieg über den Honig. Zuerst versuchten die Apotheker dieses Luxusgut an sich zu reißen, so wie sie es bei den Gewürzen schon erreicht hatten. Denn mit der Hilfe des Zuckers konnten medizinische Gebräue schmackhafter gemacht werden. Der Hauptumschlagplatz in Mitteleuropa fiel natürlich dem mächtigen Venedig zu, in dessen Hafen der Zucker aus dem Morgenland ankam. Im Jahre 1533 heiratet die berühmte Katharina de Medici nach Frankreich ein und machte damit die italienische Zuckerbäckerei und Küche dort bekannt. Von nun an setzt eine Reihe von Kreationen aus Zucker ein. |
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Da gibt es zum Beispiel die Pastille, um 1600 durch den Florentiner Pastilla erfunden. 1650 taucht die gebrannte Mandel auf. Im 17.Jahrhundert wurde dann das Marzipan durch den Deutschen Franz Marzip erfunden, der seine Firma in Lübeck gründete. Im 18.Jhd stellen die Franzosen ein Gummibonbon aus Zucker- und Honigsirup her, was eigentlich aus dem Orient kommt. Die Unabhängigkeit vom Import des weißen Luxusartikels schuf im Jahre 1748 der preußische Chemiker Andreas Sigismund Marggraf, dem es gelang Zucker aus Rüben zu isolieren. 1801 wurde die erste Rübenzuckerfabrik der Welt in Cunern/Schlesien eingeweiht. Durch den Bau immer weiterer Fabriken entbrennt ein Konkurrenzkampf zwischen der Rübe und dem Zuckerrohr, woraufhin die preiswertere Variante Rübe das Zuckerrohr von seiner Vormachtstellung ablöst. Der Zucker wird nun zur Alltagsware in Europa und weitere Zuckerkreationen können folgen,wie z.B.: Dragees, Lakritzbonbons, Fondant und Karamellen. So ist der Zucker aus unserem Leben gar nicht mehr wegzudenken und erfreut uns immer wieder als Zutat in allen möglichen Speisen. | ![]() |
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Diese kleine Zusammenfassung wurde mit Hilfe von folgenden Webseiten verfasst:
Eine weitere sehr interessante Quelle ist das Buch: "Bonbons und andere Süßigkeiten" von Annie Perrier-Robert aus dem Karl Müller Verlag. Falls wir Ihr weiteres Interesse geweckt haben, schauen Sie doch mal beim Deutschen Museum in München oder beim Zuckermuseum in Berlin vorbei. |